Almut-Maie Fingerle, Konzertsängerin

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Rheinpfalz, Montag 22.12.2003

ZWEI ENGEL BRINGEN DEN HIMMEL AUF ERDEN

Lena Wüst und Almut-Maie Fingerle gestalten Adventskonzert in der Flomersheimer Stephanuskirche

 

   "Welcher Engel wird wohl kommen?" Vor diese Frage gestellt waren die Zuhörer des Adventskonzerts in der Flomersheimer Stephanuskirche am Freitagabend. Aber nicht nur ein Engel hatte sich angekündigt, gleich zwei Engel sollten den Eindruck des Himmels auf Erden erwecken, garniert mit weihnachtlicher Stimmung.

   Lena Wüst, Organistin und Absolventin einer Musikfachschule in Russland, ließ mit vollem Wohlklan im "Orgelpräludicliuni Pastorale Solo" von G. Merkel aufhorchen.

 

Aus der Kantate "Nun komm der Heiden Heiland" von Johann Sebastian Bach sang Sopranistin Almut-Maie Fingerle das "Öffne dich mein ganzes Herze". Ihr Ton passte exakt zur Selbstverständlich-keit, mit der Bach komponiert hat: Klarheit und Natürlichkeit, denen Fingerle mit reiner Intonation den passenden Wort-Sinn-Gehalt hinzufügt. Drei vollkommene Kunstwerke kontrapunktischer Schaffens stellten die Choralbearbeitungen für Orgel zu "Allein Gott in der Höh' sei Ehr" von Bach dar. Auf ganz verschiedene Weise

 

 

erhob sich die Choralmelodie über die von durchgängigen und fließenden Achteln geprägte Begleitstimme. Immer neue Stilfiguren kamen zum Vorschein, der Choral blieb durchweg erkennbar.

    Almut-Maie Fingerle, die an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim studiert hat und zahlreiche Chöre leitet, erfüllte den Wunsch nach strahlendem Glanz in Bachs "Et exultavit spiritus meus" mit sauber akzentuierter Aussprache und Intonationssicherheit. Zusammen mit Lena Wüst setzte sie auf schnörkellose, aber nicht weniger

 

ausdrucksvolle Umsetzung in "Ich steh' an Diner Krippen hier". Das weiche Timbre ihrer Stimme ergänzte sich hervorragend mit dem Klang der Orgel.

   Gerade im "Venite pastores" von Bonifazio Graziani konnten die Künstlerinnen die innige Bitte an die Hirten, doch die heiligen Stätten der Liebe auszusuchen, mit gesanglichen Phrasierungsbögen und dynamisch differenziertem Orgelspiel hervorheben. Ein Bild pastoralen Idylls hatten die Zuhörer bei Händels "Er weide seine Herde" aus dem bekannten "Messias" vor Augen. Mit herzlichem Applaus wurden die "Engel" belohnt

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