Almut-Maie Fingerle, Konzertsängerin

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RHEIN MAIN PRESSE, Donnerstag, 30. September 2004


Feinste musikalische Kleinode

 

"Italienische Barockklänge begeistern in der Evangelischen Kirche Gunterslum

 

red. GUNTERSBLUM Ein auserlesener Kunstgenuss wurde dem Publikum in der evangelischen Kirche im rahmen der "Internationalen Orgel-Festwochen" des rheinland-pfälzischen Kultursommers zuteil.

 

Schon die ersten Töne des Konzerts sprengten dei Fassungskraft, nein, nicht der Zuhörer, sondern der Lautsprecheranlage. Was selbst die Orgel nie vermochte, die große Stimme der Sopranistin Almut-Maie Fingerle aus Bensheim und die Trompetet von Egbert Lewark aus Grünstadt führten zu einem Getöse , als sollten die Mauern Jerichos einstürzen. Lautsprecher warn also absolut überflüssig und konnten abgeschaltet werden. Danach entwickelten Fingerle, Lewark und der Organist Wolfgang Portugall aus Zellertal mit zwei Arien von Scarlatti ihren ganz eigenen Klang.

   Das alte Liebeslied "O quam tu pulchra es" ("Oh, wie schön bist du" aus dm "Hohen Lied Salomos " in zwei Vertonungen von Grandi und Monteverdi gaben der Sopranistin Gelegenheit, alle Register ihrer Stimme zu ziehen - von strahlender, jugendfrischer Höhe bis zur liebkosenden, intimen Wärme in der tiefen Lage einer Altstimme, begleitet von Portugalls einfühlsamen Orgelspiel.

...Zum faszinierenden Hörerlebnis gestaltete sich Vivaldis "Domine Deus" für Sopran, Trompete und Orgel. Die beiden Solisten lobten Gott mit Stimme und Instrument in erfrischender Gleichberechtigung unter ausgezeichneter, sicherer Begleitung Portualls.

...Ein musikalisches Kleinod stellte Domenico Gariellis Sonate Nr. 4 für Trompete und Orgel dar, die Raum lässt für eine brillant ausspielende

 

 

 

 

Trompete mit einer reichen Verzierungstechnik.

   Portugall, Dozent für Cembalo und Klavier an der Universität Mainz, entlocket mit der spätbarocken Sonate D-Dur von Patti der für Barockmusik ja eigentlich weniger geeigneten romantischen Orgel musizierfreudig das Bestmögliche. Allerdings hätte bei "Capriccio sopra la bassa fiamenga "von Fescobaldi eine abwechlu8nsreicherere Registrierung das Zuhören erleichtert, ebenso wie bei der "Sonata cromatica" von Aresti, die zu

 

introvertiert dargeboten wurde. Den furiosen Schluss des Konzertes bildetet die Kantate "All'Armi Pensieri" von Melani für Sopran, Trompete und Orgel. Die von der Komposition zu akrobatischer Virtuosität herausgeforderte Sopranistin bewältigte ihren umfangreichen Part bravourös. Der Trompeter überzeugte souverän und mit temperamentvoller Spielfreude, und der Organist unterstützte beide als unerschütterlicher Fels in der Brandung der häufigen Tempowechsel. Nur schade, dass das

 

Programm keine Übersetzung der italienischen und lateinischen Texte enthielt.

   Lang anhaltender Beifall der Zuhörer forderte zweimal eine Zugabe. Die beiden Wiederholungen aus dem Programm ließen Künstler und Zuhörer endgültig zu einer Einheit aus Freude und Begeisterung verschmelzen.

   Gemeindpfarrer Thomas Uecker, der den Abend mit einer freundlichen Begrüßung eingeleitet hatte, verabschiedete Künstler und Zuhörer mit herzlichem Dank.  

 

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