Almut-Maie Fingerle, Konzertsängerin

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RHEINPFALZ, Mittwoch, 9. April 2003


Stehende Ovationen

Stabat Mater in Bobenheim-Roxheim ein voller Erfolg

 

  Am Sonntagnachmittag hatte die protestantische Kirchengemeinde Bobenheim-Roxheim unter dem Motto: "Musik in der Passionszeit" zu Giovanni Battista Pergolesis "Stabat Mater" geladen und zahlreiche Besucher hatten sich in der Kirche eingefunden.

Stabat Mater ist eine lateinische Sequenzdichtung, deren Text aus dem 13. Jahrhundert stammt und vermutlich auf franziskanischen Ursprung zurückgeht. Der Schmerz der Mutter Maria angesichts des Gekreuzigten und die auf Christi Leiden und Sterben gegründete Erlösungshoffnung wird im Text des Stabat Mater zum Ausdruck gebracht.

Schon im 14. Jahrhundert sorgen Flagellanten für die Verbreitung des Stabat Mater, und es wurde hie und da auch in Messen gesungen. Viele Vertonungen

 

gerieten jedoch in Vergessenheit.

Pergolesis "Stabat Mater" zählt wohl zu den bekanntesten Kompositionen. Es spiegelt sich darin die Melodische Ausdruckskraft der Klassik wider. Die Besetzung - Sopran, Alt, Streicherensemble - teils auch Cembalo  - entspricht der Feinheit der Mariendichtung. Die Einheit in der Stimmung, die Wehmut, die sich zeitweilig in Ergriffenheit steigert, entspricht ganz dem Sinn der Dichtung und wurde, um es vorwegzunehmen, ganz hervorragend von den Musikern umgesetzt. Der Gesangspart war mit Almut-Maie Fingerle (Sopran) und Sandra Stahlheber (Alt) ausgezeichnet besetzt. Beide Sängerinnen trugen die Verse mit sehr schöner Intonation und viel Gespür für dynamischen

 

Anspruch des Stückes vor, und das bei sehr guter Textverständlichkeit.

Der Part der Streicher wurde vom Quadrigaquartett übernommen und die vier Musikerinnen (Violine: Julia Röntz, Violine: Annika Möhle, Viola Vaida Rozinskaite, Violoncello Eva Röntz), alle vier Studentinnen der Musikhochschule Mannheim, überzeugten durch kultiviertes Spiel. Auch Stephan Aufenanger am Cembalo darf keinesfalls unerwähnt bleiben, er spielte den basso continuo hervorragend und bildete ein klanglich sehr solides Fundament.

Der Gesamtklang im Kirchenraum war schlicht phantastisch und man kann von einem hervorragenden Konzert sprechen, das auch entsprechend vom Publikum mit stehenden Ovationen gewürdigt wurde. (halm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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